Nach der taycan, treibt porsche die elektrifizierung seiner modelle voran.

11 November 2019

Porsche treibt die Elektrifizierung seiner Sportwagen voran und bietet ab 2022 den Porsche 718 Boxster und 718 Cayman nicht nur als Hybrid-Modelle, sondern auch als reine Elektro-Sportwagen an.

Mit dem Taycan vollführt Porsche auf der IAA gerade seinen Erstaufschlag in Sachen Elektroauto. Spätestens 2022 geht es mit dem elektrisch angetriebenen Macan weiter. Und sehr wahrscheinlich auch mit dem 718. „Der 718 und Elektroantrieb – das passt, nicht wahr?“, sagte Porsches Finanz- und IT-Vorstand Lutz Meschke jüngst dem britischen Fachmagazin „Top Gear“. „Die nächste Generation dieses Autos wäre ein guter Zeitpunkt, um vollelektrisch zu fahren.“ Und kündigte im gleichen Atemzug einen Allradantrieb für den Sportwagen an: „Ja, das muss so sein, es ergibt einfach Sinn“, so Meschke.

Eine Porsche-Sprecherin wollte weder die Aussage noch das konkrete Vorhaben auf Nachfrage bestätigen. Sie beteilige sich nicht an Spekulationen – und wenn, dann liege der Wechsel des Antriebskonzepts weit in der Zukunft. Wobei: Wenn selbst der eigene Vorstandschef zugibt, dass entsprechende Autos getestet werden, dann muss etwas dran sein: „Wir haben Prototypen des 718 mit Elektroantrieb in der Erprobung, und ein Hybrid-Prototyp wird aufgebaut“, sagte Oliver Blume im Frühling 2018. „Wenn man sich die nächste Generation dieser Autos anschaut, dann ist das machbar, obwohl noch nicht klar ist, ob es sich um Hybrid oder Plugin-Hybride handeln wird.“

Kurz nach der Markteinführung des Elektro-Macan könnte es soweit sein mit dem Debüt des elektrifizierten 718 Boxsters und Cayman. Eine interne Porsche-Studie hat ergeben, dass die aktuelle Lithium-Ionen-Technik noch nicht ausgereift sei, um rein elektrisch eine Reichweite von mehr als 300 Kilometer zu gewährleisten, ohne signifikante Änderungen an der aktuellen Plattform der Mittelmotor-Sportwagen vorzunehmen. Daher kommen die Hybrid-718 auf der bestehenden Basis, die E-718 auf der neuen Elektroplattform.

Egal, wie die Entscheidung ausfällt, die Hybrid-Modelle kommen mit einem 48-Volt-Bordnetz und einem ins Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe integrierten E-Motor daher. Die Mild-Hybrid-Version dient ausschließlich der Leistungssteigerung und der besseren Effizienz – eine reinen Elektro-Modus gibt es nicht. Dies ermöglicht die Plugin-Version von 718 Boxster und 718 Cayman mit deutlich größeren Batterien. Beide Systeme sind mit dem Vierzylinder-Boxer gekoppelt – und auch beim 911 in Verbindung mit den Sechszylinder-Motoren vorgesehen. Hier liegt der Fokus aber auch darauf, mit dem Hybrid-System die Motoren tauglich für die nächste Abgasnorm zu machen.

Bereits 2011 hat Porsche mit dem Boxster E einen ersten Elektrosportwagen als Einzelstück angefertigt. Er verfügt über einen 350 Kilo schweren Eisen-Phosphat-Akku mit einer Kapazität von 29 kWh. Der E-Motor mit 122 PS stammt aus dem E-Golf und treibt die Hinterräder an. Auch ein Allrad-Modell mit zwei Motoren wurde aufgebaut. 2017 präsentierte Porsche dann mit dem Cayman E-Volution einen weiteren Elektro-Sportwagen auf Basis des 981c. Im Unterboden wurden 365 Kilo schwere Akkus verbaut, die eine Kapazität von 38 kWh hatten. Die Leistung lag bei 462 PS respektive 340 Kilowatt – 120 kW leiste die vordere Maschine, 200 kW der hintere E-Motor. In 3,3 Sekunden sollte der E-Cayman auf Tempo 100 beschleunigen. Mit seiner 800-Volt-Ladetechnik gab die Studie damals einen ersten Hinweis auf den Porsche Taycan.

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